Die Familienfahrt Alpin in die Wildschönau am Wochenende vom 13. – 15. März stand klar unter der aktuellen Lage mit dem Corona-Virus.

Bei der Abfahrt am Freitag war alles noch uneingeschränkt, erlaubt und möglich. Deshalb wurde die Fahrt auch offiziell nicht abgesagt. Auch gewerbliche Reiseveranstalter hatten an diesem Tag ihre Reisen nach Tirol noch nicht abgesagt. Die Skigebiete und Hotels hatten über das Wochenende noch geöffnet.
So blieb es bei einer individuellen Entscheidung der Teilnehmer. Im Ergebnis machten sich ca. zwei Drittel der gemeldeten Teilnehmer auf die Reise, in einer guten Mischung aus Kindern, Jugendlichen und Eltern.

Schon unterwegs waren wenige Busse zu sehen. Am Freitag Abend im Hotel kam dann die Nachricht, dass Tirol und damit auch die Wildschönau zum Risikogebiet erklärt wurde. Damit wurde das Corona-Virus und der Umgang mit der Situation und mögliche Folgen das prägende Thema der Reise.
Trotzdem war die Stimmung beeindruckend gut. Jetzt waren wir eben schon mal unterwegs.

Das Hotel war wie immer sehr angenehm, das Wetter an beiden Tagen sonnig und warm und der Schnee ausreichend und in gutem Firn und manchmal auch im Sulzzustand.

Die Teilnehmer, auch etliche zum ersten Mal dabei, sortierten sich schnell selbst in passende Gruppen, im Familienverband oder nach Lust und Laune.

Angelika hatte an beiden Tagen Ihre Gruppe an Kindern/Jugendlichen im Skikurs und konnte mit viel Fahrkilometer und lustigen und lehrreichen Einlagen das skifahrerische Können fördern.

Auf den Pisten war sowohl am Samstag als auch am Sonntag nicht viel los. Überwiegend waren es Einheimische, die an diesem letzten Ski-Wochenende der Saison unterwegs waren.

Es wurde Ski gefahren bis knapp vor die Rückreise am Sonntag um 16.00 Uhr. Im Bus gab es schmackhafte Reiseverpflegung und schon um 19.30 Uhr war die Heldenwiese bei wenig Verkehr erreicht.

Danke an Angelika für die viele Arbeit der Vorbereitung und Durchführung, das Aushalten der ganzen Turbulenzen darum herum und Danke auch allen, die sonst mitgeholfen haben.

Mit der Rückkehr wurden die Konsequenzen der Entwicklung rund um „Corona“ dann deutlicher und bewusster. Da Tirol jetzt Risikogebiet war, galt für alle Teilnehmer erstmal 14-tägige Selbstquarantäne einzuhalten. Dies ist schon eine erhebliche Einschränkung, in der „Corona-Zeit“ leider nicht so ungewöhnlich. In der Rückschau wäre sicher eine andere Entscheidung als die Reisedurchführung getroffen worden. Aber hinterher ist man meistens schlauer.

Es waren zwei herrliche Skitage, leider mit etwas Folgekonsequenzen.

Roland Keppler